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Wenn das Blut gerinnt: Thrombosen und ihre lebensgefährlichen Folgen

Dr. Klaus Hertting warnt, dass Thrombosen kein reines Altersphänomen sind. Der Chefarzt der Kardiologie und Angiologie der Krankenhäuser Buchholz und Winsen klärt am 23. April im GesundheitsGespräch über Risikofaktoren, Diagnose und Behandlungsverfahren von Thrombosen auf.

Eine Schwellung im Bein oder ein dumpfer Schmerz in der Wade werden oft unterschätzt. Doch dahinter kann sich eine venöse Thrombose verbergen – ein Blutgerinnsel, das im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Konsequenzen hat. Um über die Risiken, die Ursachensuche und modernste Behandlungsmethoden aufzuklären, lädt das Krankenhaus Buchholz am Donnerstag, den 23. April, ab 18 Uhr zum nächsten GesundheitsGespräch ein. Im Fokus steht dabei nicht nur die klassische Therapie, sondern vor allem die schonende Behandlung mittels Katheter sowie die gefürchtete Folgeerscheinung: die Lungenembolie.
 
Nicht nur eine Frage des Alters
Obwohl das Risiko für Gefäßerkrankungen mit den Jahren steigt, warnt Dr. Klaus Hertting, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie am Krankenhaus Buchholz, vor der Annahme, dass nur Senioren betroffen sind. „Thrombosen sind keineswegs eine reine Alterserscheinung. Wir sehen immer wieder junge Patientinnen und Patienten, bei denen eine Kombination aus Risikofaktoren wie dem Rauchen, der Einnahme der Pille oder eine familiäre Veranlagung zu schwerwiegenden Gerinnseln führt“, betont der Chefarzt. Auch lange Reisen, Operationen oder bisher unentdeckte Grunderkrankungen können Auslöser für eine Thrombose sein. Für das Ärzteteam in Buchholz steht daher am Anfang immer die präzise Ursachenforschung, um das Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen und das Risiko für Langzeitschäden wie eine chronische Venenschwäche zu minimieren.
 
Lebensgefahr Lungenembolie: Wenn Sekunden zählen
Die größte Gefahr einer Venenthrombose besteht darin, dass sich das Gerinnsel löst und in die Lunge wandert. Eine solche Lungenembolie ist ein medizinischer Notfall, der sofortiges Handeln erfordert. Während leichtere Fälle oft mit einer medikamentösen Blutverdünnung behandelt werden können, erfordern schwere Verläufe intensivere Behandlungsschritte. „In der modernen Kardiologie verfügen wir heute über weit mehr Möglichkeiten als nur die medikamentöse Therapie oder Kompressionsbehandlung bei Venenthrombosen. Durch kathetergestützte Verfahren können wir Gerinnsel direkt in der Lunge mechanisch entfernen oder deren Abbau gezielt beschleunigen, was gerade bei kritischen Zuständen die Überlebenschancen und die spätere Herzleistung massiv verbessern kann“, erklärt Dr. Hertting.
 
Über die Standardtherapie hinaus
Diese innovative, minimalinvasive Behandlung über die Blutbahn kommt zum Einsatz, wenn herkömmliche Blutverdünner nicht ausreichen oder das Ausmaß der Thrombose besonders groß ist. Ziel ist es dabei immer, die Durchlässigkeit der Venen schnellstmöglich wiederherzustellen, um Spätfolgen zu verhindern. Dies ist entscheidend für die langfristige Lebensqualität der Betroffenen, da eine chronische Venenschwäche oft zu dauerhaften Schmerzen und Hautveränderungen führt.
 
Langfristige Kontrolle und Vorsorge
Ein einmaliges Thrombose-Ereignis bedeutet für viele Patienten eine lebenslange Wachsamkeit. Das GesundheitsGespräch thematisiert deshalb auch, wie die Nachsorge und die langfristige Kontrolle nach einer Thrombose oder Lungenembolie aussehen sollten. „Nach dem akuten Ereignis fängt die Arbeit oft erst an. Wir müssen gemeinsam mit den Patienten entscheiden, wie lange eine Blutverdünnung notwendig ist und welche Vorsichtsmaßnahmen im Alltag getroffen werden müssen, um ein Wiederauftreten zu verhindern“, so der Chefarzt. Der Vortrag bietet Raum für Fragen zu individuellen Risikofaktoren und modernen Therapiemöglichkeiten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
 
Auf einen Blick:
GesundheitsGespräch „Thrombosen und Lungenembolie: Wie kann ich mich schützen?“ mit Dr. Klaus Hertting, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie
23. April 2026, 18 Uhr
Krankenhaus Buchholz, Cafeteria

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