Astrid Wienecke

Breast Care Nurse

„Wenn Patientinnen sagen, dass sie sich gut begleitet gefühlt haben, weiß ich, dass meine Arbeit Sinn hat.“

 

Eine Brustkrebsdiagnose verändert das Leben von einem Moment auf den anderen. In dieser Situation ist es wichtig, eine feste Ansprechpartnerin zu haben, die begleitet, erklärt und unterstützt. Astrid Wienecke ist seit über 30 Jahren Krankenschwester im Krankenhaus Buchholz. Als Breast Care Nurse steht sie Patientinnen von der Diagnosestellung bis über die Behandlung hinaus zur Seite.


Was sind deine wichtigsten Aufgaben in deiner Rolle?

Ich begleite Patientinnen während des gesamten Behandlungsprozesses. Bereits bei der Diagnosestellung in der Radiologie bin ich an ihrer Seite, nehme an Gesprächen mit den Operateur:innen teil und bespreche mit ihnen die nächsten Schritte. Ich berate zu Therapieformen wie Chemotherapie, Strahlentherapie oder antihormoneller Therapie und erkläre Abläufe verständlich und nachvollziehbar. Als Breast Care Nurse bin ich das verbindende Element zwischen der Patientin und den behandelnden Fachbereichen. Frauen haben in dieser Situation sehr viele Fragen. Meine Aufgabe ist es, ihnen Orientierung zu geben und eine feste Ansprechpartnerin zu sein.

Welche Qualifikationen bringst du mit?

Ich bin examinierte Krankenschwester und habe berufsbegleitend an der Universität Münster die Weiterbildung zur Pflegefachkraft für Brusterkrankungen (Breast Care Nurse) absolviert. Dank dieser Spezialisierung kann ich Patientinnen fachlich fundiert begleiten, aber ihnen auch Sicherheit geben in einer Situation, die für viele zunächst sehr belastend ist.

Welche Rolle spielt Beratung in deiner Arbeit?

Beratung ist ein sehr wichtiger Teil. Nach einer Tumordiagnose können viele Patientinnen zunächst nur einen Teil der Informationen aufnehmen. Die Fragen entstehen oft erst später, wenn sie wieder zu Hause sind oder etwas Zeit vergangen ist. Deshalb nehme ich mir bewusst Zeit für die Patientinnen und vereinbare bei Bedarf zusätzliche Gespräche, um Zusammenhänge noch einmal zu besprechen, das Verständnis zu vertiefen und gemeinsam einzuordnen. Dieser Prozess ist wichtig, damit Patientinnen ihre Situation besser verstehen und sich sicherer fühlen können.

In welchen Situationen bist du besonders gefragt?

Der Moment, in dem eine Patientin die Diagnose erhält. Hier ist die Verunsicherung besonders groß. Durch meine kontinuierliche Begleitung entsteht für sie Stabilität. Die Patientin weiß, dass sie in mir eine feste Ansprechpartnerin hat und sich jederzeit melden kann – auch Monate oder Jahre später.

Mit welchen Berufsgruppen arbeitest du besonders eng zusammen?

Das sind vor allem die Radiologie, Gynäkologie und die Onkologie. Ich nehme an interdisziplinären Tumorkonferenzen teil und tausche mich kontinuierlich mit den beteiligten Fachbereichen aus. Die Struktur unseres Hauses ermöglicht kurze Wege und eine direkte Abstimmung.

Was bedeutet deine Begleitung für die Patientinnen?

Viele von ihnen berichten, dass sie sich gut aufgehoben und sicher begleitet fühlen. Sie wissen, dass sie nicht allein durch den Behandlungsprozess gehen müssen und ich immer ansprechbar bin. Diese Verlässlichkeit schafft Vertrauenin einer Lebensphase, die von besonderer Unsicherheit geprägt ist.

Was motiviert dich in deiner Arbeit?

Ich erlebe täglich, wie wichtig eine kontinuierliche Begleitung ist. Die Rückmeldungen der Patientinnen bestätigen mich in meiner Arbeit. Für mich ist entscheidend, dass meine Tätigkeit sinnvoll ist und einen echten Unterschied macht.

Was magst du an deiner spezialisierten Rolle am meisten?

Alles. Ich könnte nichts Bestimmtes herausgreifen. Für mich ist es insgesamt stimmig. Ich mag meinen Job sehr.

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