Durchblutungsstörung des Herzens

Gemeinsam mit dem DRK und Die Johanniter und mit Unterstützung durch die regionale Presse führten wir 2012 eine groß angelegte halbjährige Kampagne zur Bevölkerungsaufklärung durch. Gestützt durch mehrere Vortragsveranstaltungen sowie einen Flyer über das Krankheitsbild des Schlaganfalls und des Herzinfarktes versuchen wir die Dauer bis zur effektiven Behandlung des Herzinfarktes oder Schlaganfalls zu verkürzen - und damit Leben zu retten.

Alle Rettungswagen des Landkreises Harburg wurden mit diesem Slogan beschriftet: Herzinfarkt & Schlaganfall, ... jede Minute zählt: 112

Diese Erkrankungen entstehen durch Verengungen oder Verstopfungen der Arterien, welche den Herzmuskel mit Blut versorgen. Man nennt diese Arterien Herzkranzgefäße und die Krankheit heißt daher Herzkranzgefäßerkrankung.

Eine hochgradige Verengung der Kranzgefäße kann zu typischen Schmerzen im Brustkorb und Engegefühl führen, der Angina pectoris. Dieses ist ein Alarmzeichen und sollte ärztlich untersucht werden. Kommt es zu einem Verschluss einer Kranzarterie, sprechen wir vom Herzinfarkt. Im Gegensatz zur Angina pectoris sind die Schmerzen beim Herzinfarkt anhaltend und oft mit erheblichem Unwohlsein, Angstgefühl, Schweißausbruch und Luftnot verbunden. Im Falle eines Herzinfarktes muss innerhalb der kürzest möglichen Zeit eine Aufweitung der verschlossenen Kranzgefäße erfolgen, um den Schaden für den Patienten möglichst gering zu halten. Im Falle solcher Anzeichen muss der Patient mit dem Notarztwagen unverzüglich in das nächst Krankenhaus gebracht werden. In unserem Krankenhaus werden die Patienten mit einem Herzinfarkt innerhalb von 30 Minuten im Herzkatheterlabor untersucht. Dabei werden die Kranzgefäße mittels eines dünnen Katheters von der Leiste aus sondiert und mit Kontrastmittel radiologisch dargestellt. Das verschlossene Gefäß kann dann über den gleichen Zugang mit Hilfe eines Ballonkatheters und Stents aufgeweitet werden. Die Beschwerden lassen dabei unmittelbar nach.

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