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Zur Pflege nach Deutschland

Die Tutoren Lara Karger (li.) und Jeanny Steiniger (r.) mit den spanischen Gästen (v.li.) Javier, Laura, Nuria und Marta

Malaga – für die meisten Deutschen ein Synonym für Urlaubsfreuden am Mittelmeer. Für Nuria (20), Javier (19), Marta (22 und Laura (20) ist die Stadt in Andalusien ihr Ausbildungsort. An der dortigen Universität studieren sie im dritten Jahr Pflegewissenschaften. Jetzt sind sie für einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt in den Krankenhäusern Buchholz und Winsen nach Deutschland gekommen. Sie wollen das deutsche Pflegesystem kennenlernen und außerdem Auslandserfahrung sammeln. Gefördert wird ihr Aufenthalt durch das Erasmus + Programm, der EU; das den Austausch von Studenten fördert.

Das Team der Gesundheitsfachschule mit ihrer Leiterin Eva Husung und Stellvertreterin Beate Hofmann scheut keine Mühen, um den Gästen aus dem Sonnenland den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Als Tutoren stehen Lara Karger (18) und Jeanny Steiniger (19) den jungen Spaniern zur Seite, zeigen ihnen die Krankenhäuser und wie sie sich an ihrem neuen Wohnort zurecht finden. Die Verständigung auf Englisch klappt prima. Die Studenten sind in den Wohnheimen der Krankenhäuser untergebracht und haben eine 35-Stunden-Arbeitswoche. Zeit genug, um Ausflüge nach Hamburg und Bremen, nach Lüneburg und nach Berlin zu machen.

Für die Gäste ist die Arbeit in den Kliniken Neuland. Nicht, weil sie keine Krankenhaus-Erfahrung hätten. Zum vierjährigen Pflegestudium, das die jungen Leute selbst bezahlen müssen, gehört auch, dass sie jeden Nachmittag im Krankenhaus Dienst tun. Aber: Ihre Aufgaben sind andere als in Deutschland. Viel Administration und Kontrollaufgaben gehören dazu, weniger die Pflege am Bett, die sie nun in Buchholz und Winsen besonders intensiv vermittelt bekommen werden.

Trotz der akademischen Ausbildung sind die Berufschancen der Pflegespezialisten in Spanien eher schlecht, wie die jungen Leute berichten. Es gibt zu wenig Stellen. Nuria könnte sich deshalb vorstellen, nach dem Abschluss in Deutschland zu arbeiten. „Wir werden sehen“, sagt sie vorsichtig lächelnd mit Blick zum grauen Himmel. Dass sie in den Krankenhäusern Buchholz und Winsen als neue Arbeitskräfte herzlich willkommen wären, haben die Nachwuchskräfte aber schon verstanden.

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