Der leitende Oberarzt Oliver König informiert am 18. Juni 2026 in der Cafeteria des Krankenhauses Buchholz über Brüche in der Bauchwand.
Herzliche Einladung zum GesundheitsGespräch
Wenn die Körpermitte an Stabilität verliert und in der Bauchwand Brüche entstehen, kann dies sehr schmerzhaft sein. Denn die Bauchwand trägt maßgeblich zur Stabilität des Rumpfes, zum Schutz der inneren Organe und zur Beweglichkeit des Menschen bei. Alltägliche Dinge wie Sitzen, Atmen, Heben, Kinder tragen oder Sport machen, können plötzlich Probleme bereiten und die Lebensqualität der Betroffenen enorm einschränken. Auch aus kosmetischer Sicht sind Bauchwandbrüche aufgrund der stark sichtbaren Schwellungen und Vorwölbungen im Bereich des Bruches oftmals sehr belastend für Betroffene. „Neben der sicht- und deutlich tastbaren Schwellungen im Bereich des Bauchnabels, können Schmerzen und Druckgefühle im Bereich des Nabels oder im Rücken sowie Verdauungsprobleme weitere Indizien für Brüche in der Bauchwand, sogenannte Hernien, sein. Die häufigsten Brüche in der Körpermitte sind Leistenbrüche, Nabelbrüche oder Narbenbrüche“, erklärt der leitende Oberarzt und Hernienexperte Oliver König. Beim kommenden GesundheitsGespräch am 18. Juni 2026, 18 Uhr, zum Thema „Bauchwandbruch, Leistenbruch und Schwäche der Bauchwand nach einer Schwangerschaft – was tun?“ im Krankenhaus Buchholz schildert Oliver König, wie genau Hernien entstehen und wie sie behandelt werden. Im Anschluss an den Fachvortrag steht der Referent für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Keine reine Frauensache – auch Männer sind von Bauchwandbrüchen betroffen
Von Bauchwandbrüchen sind sowohl Frauen als auch Männer betroffen. Insbesondere Leistenbrüche treten bei Männern aufgrund anatomischer Gegebenheiten im Bereich der Leistengegend sehr häufig auf. Ursachen sind meistens natürliche Schwachstellen der Bauchwand, die sich durch körperliche Belastung oder im Alterungsprozess bemerkbar machen können.
Bauch-Belastung: Schwangerschaft und Geburt
Eine Schwangerschaft und Geburt stellen für die Bauchwand eine hohe Belastung dar. Die Muskulatur sowie das Bindegewebe wird hormonbedingt über einen langen Zeitraum gedehnt und stark beansprucht, wodurch die Körpermitte an Widerstandsfähigkeit und Festigkeit verliert und der Druck im Bauch steigt, um Platz für den Nachwuchs zu machen. Bauchwandhernien oder Schwächen in der Mittellinie (Rektusdiastase) können dadurch begünstigt werden. Folgen sind eine Schwäche der Bauchwand mit Funktionsverlust und nicht selten auch starke Rückenschmerzen. Sollte eine Operation notwendig sein, wird diese frühestens etwa ein Jahr nach der Geburt durchgeführt, da sich das Gewebe dann wieder gefestigt hat.
Medizinische Versorgung am Krankenhaus Bucholz
Im Krankenhaus Buchholz werden jedes Jahr mehr als 600 Bauchwandbrüche operiert. Die Diagnostik erfolgt in der Regel im Rahmen der Herniensprechstunde, in der auch Behandlungsangebote sowie die Nachsorge besprochen werden. „In sehr vielen Fällen können die Hernien ambulant operiert werden, größere Bauchwandbrüche bleiben häufig nur eine Nacht stationär. Mehr als 90 % unserer Eingriffe führen wir minimalinvasiv durch“, so Hernienexperte Oliver König. Anschließend ist je nach Eingriff eine Zeit lang körperliche Schonung anzuraten. Das Krankenhaus Buchholz nimmt zusätzlich an der bundesweiten Herniamed-Studie teil. In deren Rahmen werden zur Qualitätssicherung alle Patienten regelmäßig befragt und nachuntersucht.
Anmeldungen zur Herniensprechstunde können über das Sekretariat der Allgemein- und Viszeralchirurgie erfolgen. Kontakt und Sprechstunden unter www.krankenhaus-buchholz.de
Auf einen Blick:
GesundheitsGespräch „Bauchwandbruch, Leistenbruch und Schwäche der Bauchwand nach einer Schwangerschaft – was tun?“ mit Oliver König, Leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie
18. Juni 2026, 18 Uhr
Krankenhaus Buchholz, Cafeteria
Die Veranstaltung steht allen Interessierten kostenfrei offen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Übersicht aller GesundheitsGespräche 2026 finden Sie hier.
