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Vorsorge rettet Leben

Die Krankenhäuser Buchholz und Winsen beteiligen sich mit zwei Veranstaltungen am Darmkrebsmonat März, einer von der Felix Burda-Stiftung ausgerufenen Aktion, in deren Mittelpunkt die Vorsorge steht.Darmkrebs – Krebs im Dick- und Enddarm – ist bei Frauen in Deutschland die zweithäufigste und bei Männern die dritthäufigste Krebserkrankung. Das Tückische: Darmkrebs wächst langsam und bereitet im Anfangsstadium keinerlei Schmerzen. Treten Symptome auf, ist der Tumor meist schon weit fortgeschritten. Jedes Jahr gibt es mehr als 60.000 Neuerkrankungen. Darmkrebs kann in den meisten Fällen vermieden werden. Die wirksamste Form der Vorsorge ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Für Männer ab 50 und für Frauen ab 55 Jahren tragen die Kassen die Kosten.

Bei dieser Untersuchung, die in einer Kurznarkose komplett verschlafen werden kann, werden nicht nur Krebsherde und ihre Vorstufen aufgedeckt. Die möglichen Krebsvorstufen, Adenome genannt, können auch gleich mit entfernt werden. Danach ist – je nach Befund - nach einigen Jahren eine zweite Koloskopie nötig.  

Darüber, welche Faktoren die Entstehung eines Dickdarmkrebses fördern, gibt es inzwischen gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse: Bewegungsmangel, Übergewicht und hoher Alkoholkonsum gehören ebenso dazu wie Typ-2-Diabetes und vor allem chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.  

Etwa 30 Prozent aller Fälle von Darmkrebs liegt genetische Veranlagung zugrunde. Wenn Darmkrebs in der Familie auftritt, haben alle Verwandten ein höheres Erkrankungsrisiko. Für sie ist es deshalb wichtig, frühzeitig spezielle Vorsorgemaßnahmen zu treffen.  

In der Darmkrebstherapie hat es zahlreiche Fortschritte gegeben. In zertifizierten Zentren wie den Darmkrebszentren Buchholz und Winsen werden die Patienten nach den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt und haben meist gute Chancen, beschwerdefrei in ihr gewohntes Leben zurückkehren zu können. Besonderes Merkmal der zertifizierten Zentren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachärzte, die individuelle Behandlungsschemata entwickeln, um jedem die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen. Patienten in zertifizierten Zentren haben dadurch einen deutlichen Überlebensvorteil.   

 

 

Die Veranstaltungen zum Darmkrebsmonat in den Krankenhäusern

 

Donnerstag, 5. März, 19 Uhr, Krankenhaus Buchholz: „Familiäre Krebserkrankungen – Wie viel Dickdarmkrebs ist vererbt?“ mit Dr. Michael Scheruhn, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiter des Darmkrebszentrums, Ärztlicher Direktor Dr. Christian Pott, Dr. Joachim Dieckmann, niedergelassener Gastroenterologe mit Praxis in Buchholz.

 

Donnerstag, 2. April, 19 Uhr, Krankenhaus Winsen: „Neue Askpekte der Therapie im zertifizierten Zentrum“ mit Dr. Holger Meisel, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie.

 

BU: Die Koloskopie, bei der eine Kamera in den Darm eingeführt wird, ist schmerzfrei, schnell und sicher Foto: Felix Burda-Stiftung

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