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Urologische Belegabteilung stellt sich neu auf

 

In der urologischen Belegabteilung des Krankenhauses Buchholz hat mit dem April eine neue  Zeitrechnung begonnen: Dr. Andreas W. Scheider, Mitbegründer der urologischen Belegarztpraxis in Winsen, ist ausgeschieden. Der urologische Facharzt Philipp Latz tritt seine Nachfolge an. Auch wenn „Doc Schneider“ geht; die von ihm maßgeblich vorangetriebenen Projekte, nämlich die Zusammenarbeit zwischen den inzwischen zwei urologischen Belegarztpraxen im Landkreis Harburg und den Krankenhäusern Buchholz und Winsen sowie die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) bleiben bestehen und werden weiter vorangetrieben.

Der 1953 in Hamburg geborene Andreas W. Schneider studierte in seiner Heimatstadt Medizin.1980 wurde er als Arzt approbiert, 1982 promoviert. Nach einer Zeit als Assistenzarzt, zunächst in der Urologie, dann in der Chirurgie des Marienkrankenhauses Hamburg, wechselte er 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Urologie des UKE. Im Jahr 1992 übernahm Dr. Schneider gemeinsam mit Dr. Jürgen Kirsten die urologische Praxis in Winsen, damals noch mit Belegbetten im Krankenhaus Salzhausen. 2011 schied Dr. Kirsten aus der Praxis aus, Dr. Kilian Rödder kam. 2012 stieß Tim Neumann hinzu, seit 2016 ist Dr. Philip Reiß dabei und 2019 wurde die Praxis von Michael Gawin in Buchholz in das Netzwerk integriert. Heute betreut die überörtliche urologische Berufsausübungsgemeinschaft  der Fachärzte Rödder/Neumann/Reiß/Gawin und Latz - zugleich akademische Lehrpraxis der Universität Hamburg - zwei Praxen in Winsen und Buchholz sowie die urologische Abteilung im Krankenhaus Buchholz.

Kennzeichen des urologischen Belegarztwesens: Die Ärzte sehen ihre Patienten zuerst in der Praxis. Ist eine Operation notwendig, führen sie diese im Krankenhaus durch und begleiten ihre Patienten anschließend ambulant in der Nachsorge. Dr. Schneider nennt als Vorteile: „weniger Informationsverlust, weniger Doppeluntersuchungen, der Belegarzt ist für den Patienten ein Partner von Anfang an.“

Bis zum Sommer 2015 war die kreisweit einzige urologische Abteilung im Krankenhaus Salzhausen angesiedelt. Nach dessen Schließung wurde die Urologie 2015 in das Krankenhaus Buchholz verlegt.

Die Ärzte der Urologie im Krankenhaus Buchholz sind abwechselnd in den Belegarztpraxen und in der Klinik tätig. Die Auslastung der urologischen Abteilung des Krankenhauses Buchholz ist mit bis zu 90 Prozent sehr gut. Dies führt Dr. Schneider auch auf die Bevölkerungsstruktur des Landkreises Harburg zurück mit einem hohen Anteil von Menschen über 65 Jahren, die vergleichsweise häufig urologische Erkrankungen entwickeln.

Die Belegabteilung ist inzwischen fest in die Arbeit des Krankenhauses Buchholz integriert und arbeitet interdisziplinär mit den Hauptabteilungen zusammen. Dazu Dr. Christian Pott, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Buchholz: „Neben der persönlich sehr angenehmen und bereichernden Zusammenarbeit mit den urologischen Kollegen, insbesondere mit Dr. Schneider, schätzen wir das umfangreiche Leistungsspektrum und die Verbesserungen unseres Behandlungsangebots sehr.“ Dr. Michael Scheruhn, stellvertretender ärztlicher Direktor und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie bestätigt: “Die enge Zusammenarbeit mit den Urologen und insbesondere mit Dr. Schneider hat dazu beigetragen, auch die Kompetenz der Viszeralchirurgie im Krankenhaus Buchholz zu stärken und das Spektrum der Eingriffe in der Darmchirurgie deutlich zu erweitern.“

Eine Besonderheit der urologischen Belegabteilung im Krankenhaus Buchholz ist die enge Zusammenarbeit mit dem UKE, die Dr. Schneider als Vorsitzender des Bundesverbands der Belegärzte gemeinsam mit Professor Dr. Margit Fisch, Direktorin der Urologischen Klinik am UKE, entwickelt hat. Seit 2015 ist das Praxiskonstrukt jeweils für ein Jahr verantwortlich für die Ausbildung zweier angehender Urologen aus dem UKE. Die jungen Ärzte, die sich in der Universitätsklinik in erster Linie mit ausgewählten Spezialfällen beschäftigen, bekommen hier einen Einblick in das gesamte konservative und operative Spektrum der Urologie. Auch die Patienten profitieren von dieser Kooperation: Sie werden selbst bei hochkomplizierten Krankheitsverläufen auf universitärem Niveau versorgt, notfalls auch durch eine Verlegung ins UKE.  

Philipp Latz (35), der Nachfolger für Dr. Schneider, ist in den Belegarztpraxen angestellter Facharzt für Urologie mit dem Schwerpunkt Onkologie. Der aus Düren im Rheinland gebürtige Latz hat in Marburg studiert. Seine Facharztausbildung machte er im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Zuletzt war er in der Asklepios Klinik Hamburg-Altona als Oberarzt tätig.

Während seiner Weiterbildung hatte er schon die urologische Belegarztpraxis in Winsen kennengelernt und kehrt jetzt gern in den Landkreis Harburg zurück. Zu seinen medizinischen Schwerpunkten zählt Latz die Uroonkologie mit ihrem Spektrum von der konservativen Tumortherapie bis hin zur Immuntherapie.

Norbert Böttcher, Geschäftsführer der Krankenhäuser Buchholz und Winsen, begrüßt den neuen Facharzt und dankt Dr. Schneider für sein jahrzehntelanges Engagement. „Dr. Andreas W. Schneider hat eine hervorragende menschliche und fachliche Behandlungsqualität und herausragendes berufs- und gesundheitspolitisches Engagement miteinander verbunden. Im Bereich der Gesundheitspolitik werden wir auch in Zukunft noch hoffentlich lange mit ihm zusammenarbeiten.“ 

Dr. Schneider schaut mit etwas Wehmut zurück: Ihm fehlt nicht nur der Kontakt zu seinen Patientinnen und Patienten, sondern auch das Team seiner Mitarbeiterinnen in Klinik und Praxis, „die mit unerschöpflicher positiver Stimmung auch mich seit Jahrzehnten motiviert haben.“

 

 

 

 

 

 

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