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Sie helfen Patienten zurück in den Alltag

Gut ausgebildet präsentieren sich die ehrenamtlichen Damenzbegleiter

Das Krankenhaus Buchholz verfügt jetzt über acht ehrenamtliche Demenzbegleiter. Die zwei Männer und sechs Frauen haben eine 30-stündige Fortbildung bei Dr. Gabriele Probandt, Fachärztin für Geriatrie, absolviert, außerdem auf den  Stationen der chirurgischen und internistischen Akutbehandlung hospitiert und jetzt ihr Zertifikat erhalten. Künftig werden sie zwischen zwei und vier Stunden wöchentlich in der Patientenbetreuung arbeiten.

Immer mehr Menschen, die im Krankenhaus Buchholz behandelt werden, sind schon älter. Viele davon leiden an geistigen Einschränkungen, wie sie beispielsweise durch eine beginnende Demenz verursacht werden. Schon eine kleine Operation kann dann genügen, um diese Patienten in einen Zustand rutschen zu lassen, in dem sie kaum noch ansprechbar sind, sich weder zeitlich noch räumlich orientieren können und nicht mehr am Alltag teilnehmen.  Diese Kranken benötigen viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Im normalen Pflegealltag fehlt dafür oft die Zeit. In diese Lücke springen nun die ehrenamtlichen Demenzbegleiter. Sie nehmen Kontakt auf mit verwirrten Patienten, sprechen sie an und versuchen, sie wieder in die Realität zurückzubringen. „Ich setze mich zu den Patienten, erzähle ein bisschen über mich und baue so Stück für Stück Vertrauen auf“, schildert Lars Groothoff (68) aus Buchholz. Er ist Rentner, hat schon manche Gespräche geführt und dabei schon viele Erfolgserlebnisse gehabt: „Auch wenn jemand geistig ganz weit weg ist, findet man doch einen Zugang zu ihm“, hat er erfahren. Wie eine Belohnung empfand es Doris Matthies (66) aus Wenzendorf, als sie das Vertrauen einer schwer verwirrten älteren Patientin gewann, die aus lauter Angst das Essen ablehnte. „Zuerst habe ich ihr nur eine Löffelspitze Pfirsichkompott angeboten“, schildert sie, „nachher hat die Dame  mit Genuss eine ganze Schale Kompott verputzt“, erinnert sie sich.

Übereinstimmende berichten die Kursteilnehmer von der Freude, die sich bei verwirrten Patienten einstellt, wenn sie Zuwendung erfahren und von sich erzählen dürfen. „Wir sind prima ausgebildet worden, auch mit schwierigen Situationen haben wir gelernt umzugehen“, bestätigt Monika Schönert (64) aus Buchholz. Was den Ehrenamtlichen besonders gefällt, ist die Akzeptanz im Krankenhaus: „Ich fühle mich als Teil des Teams, so als ob ich schon immer hier gearbeitet hätte“, schwärmt Lars Groothoff.

Die nächste Fortbildung zum ehrenamtlichen Demenzbegleiter im Krankenhaus Buchholz startet im Spätsommer 2020. Anmeldung unter Tel. 04181 - 131301 (Frau Bau). 

 

BU: Gut ausgebildet präsentieren sich die frisch ausgebildeten ehrenamtlichen Demenzbegleiter im Krankenhaus Buchholz

Foto: Krankenhaus Buchholz

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