Krankenhaus Buchholz

29.03.2019 - Organspende Thema beim GesundheitsGespräch

Umfangreiche Untersuchungen gehen der Todesfeststellung voraus Foto: DSO

Die Organspende in Deutschland soll auf eine neue gesetzliche Grundlage gestellt werden. Die bisher geltende Entscheidungsregelung, die besagt, dass nur derjenige Organspender werden kann, der sich bewusst zu Lebzeiten dafür entschieden hat, soll durch eine Widerspruchsregelung ersetzt werden. Hintergrund: Während mehr als 10.000 Menschen jährlich auf ein lebensnotwendiges Organ warten, sind die Spenderzahlen seit Jahren rückläufig. Insbesondere die Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls, auch Hirntod genannt, erhält in diesem Zusammenhang viel Aufmerksamkeit. Dr. Kai Rathjen, Leiter der Intensivstation und Transplantationsbeauftragter im Krankenhaus Buchholz, greift das Thema auf. Beim GesundheitsGespräch am Donnerstag, 4. April, 19 Uhr, im Krankenhaus Buchholz, beschreibt er, wie der Hirntod festgestellt werden kann, welche Bedeutung diese Diagnostik für Patienten und ihre Angehörigen hat und welche Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Organspende es gegenwärtig gibt.

Krankenhausseelsorger Jürgen Pommerien, stellvertretender Leiter des Krankenhaus-Ethikkomitees, erläutert ethische Fragen im Zusammenhang mit der Organspende, Dr. Jürgen Linzer, Chefarzt für Nephrologie in der Asklepios Klinik Harburg, liefert Informationen zur Nierentransplantation. Die Niere ist mit rund bundesweit 8.000 Patienten auf der Warteliste das Organ, das am häufigsten benötigt wird.

Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten die Fragen des Publikums. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


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