Krankenhaus Buchholz

10.07.2019 - Doppelter Beinbruch, und trotzdem Glück gehabt

Die Patientin ist wieder voll beweglich, nur noch zwei Pflaster deuten auf den doppelten Beinbruch hin

Chefarzt Professor Dr. Christian Heinrich Flamme

 „Alles kein Beinbruch“, sagt der Volksmund, wenn eine Situation schlimmer erscheint, als sie ist. Doch Ute D. (70)* aus Tostedt hat tatsächlich einen Beinbruch erlitten. Und den gleich doppelt. Trotzdem hat sie die Erfahrung gemacht, dass dank moderner Behandlungsmethoden selbst das keine Katastrophe sein muss. Nur eine Woche nach dem Unfall, bei dem sie sich ihre Verletzungen zuzog, darf sie darauf hoffen, bald wieder nach Hause zurückzukehren.

„Eben mal einen Ast abschneiden“ wollte Ute D., die dabei schon merkte, dass ihre Trittleiter nicht mehr stabil stand. Als sie sich zur Seite beugte, geriet die Leiter ins Schwanken und die begeisterte Hobbygärtnerin sprang ab. Ungefedert landete sie auf den Füßen und ging gleich darauf vor Schmerz in die Knie. „Ich hatte das Gefühl, ich sei querschnittgelähmt“, beschreibt sie.

Laut schrie sie um Hilfe. Ein Rettungswagen brachte sie ins Buchholzer Krankenhaus. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung: Die Schienbeinköpfe beider Beine hatten dem Aufprall nicht standgehalten. Trümmerfraktur nennen Ärzte das Krankheitsbild. Am vierten Tag nach dem Unfall wurde Ute D. operiert. Das Orthopädie-Team unter Leitung von Professor Dr. Christian Heinrich Flamme, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Buchholz, brachte die Knochen wieder in die richtige Position und befestigte sie mit Platten. Diese können im Körper bleiben, bis die Brüche vollständig verheilt sind.

Gleich nach der OP bekam Ute D. eine Motorschiene, auf der sie die Beine bewegt. „Dies ist wichtig, damit die Knie nicht einsteifen“, erklärt Professor Flamme. Bereits am vierten Tag nach der OP sind die Gelenke der Patientin wieder vollkommen schlank, lassen sich im 90-Grad-Winkel beugen und Ute P. kann an einem Gehwagen sogar schon stehen.

In den nächsten Wochen darf sie die Knie noch nicht voll belasten, sondern wird sich im Rollstuhl fortbewegen. Und bis sie wieder auf der Leiter steht, wird es wohl ein Vierteljahr dauern. Aber: Ute D. darf bald nach Hause. „Das ist mein größter Trost“, sagt sie. Die Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung bleibt ihr trotz der Schwere der Verletzungen erspart.

Ein Erfolg der integrierten multimodalen Behandlung im Krankenhaus Buchholz, in dem nicht nur neueste Operationsverfahren Anwendung finden, sondern mit der Frühmobilisation vom ersten Tag an längere Liegezeiten vermieden werden.

 

*Name von der Redaktion geändert

 


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