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Neue ZNA eröffnet - Notfallhilfe für Schwerstkranke

Das Team der ZNA im neuen Schockraum: (v.l.) Marco Ludik, Christian Ludewigs, Sylvia Perske ,Anja Dünwald-Güttgehaus, Dr. Marco Dominick, Dr. Johanna Lindau, Jonas Hierling

Zusammengerückt sind die Ärzte der Notfallmedizin im Krankenhaus Buchholz. Denn mit der neugestalteten Zentralen Notfallaufnahme, ZNA, gibt es nicht nur eine eigenständige Abteilung für die Versorgung aller, die dringend medizinische Hilfe benötigen, sondern jetzt auch gemeinsame Räumlichkeiten. Möglich machte das der Umbau des bisherigen Hospizes zu Untersuchungs- und Patientenzimmern für die ZNA. Sie steht unter der ärztlichen Leitung des Facharztes für Innere Medizin und Geriatrie, Dr. Marco Dominick, und seines Stellvertreters, des Orthopäden und Unfallchirurgen Marco Ludik. Beide sind Fachärzte für klinische Akut- und Notfallmedizin.

Täglich bis zu 100 Patienten kommen in die ZNA. Opfer schwerer Unfälle sind darunter, Menschen, die aus großer Höhe gestürzt sind, solche, die einen akuten Herzinfarkt erlitten haben oder diejenigen, bei denen Sprach- und Bewegungsstörungen einen Schlaganfall nahelegen. Aber auch Patienten, die plötzlich große Schmerzen haben, Gallen- oder Nierensteine, hohes Fieber oder Schwangerschaftskomplikationen. Sie treffen mit dem Rettungswagen ein, dem eigenen Fahrzeug, manchmal sogar zu Fuß.

Für sie alle steht dort ein interdisziplinäres Team Tag und Nacht bereit. Zu diesem Team, das im Schichtdienst durch Fachärzte aus allen Abteilungen des Krankenhauses Buchholz ergänzt wird, gehören auch die Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie Dr. Johanna Lindau und der Neurologe Jonas Hierling sowie die Pflegekräfte Anja Dünwald-Güttgehaus, Sylvia Perske und Christian Ludewigs.

Dr. Dominick ist froh, dass sein Stellvertreter Marco Ludik jetzt nur noch ein paar Türen weiter sitzt. Absprachen, gegenseitige Konsultationen, der schnelle Austausch von Informationen - das alles funktioniert jetzt noch besser. In der ZNA wird fast immer unter zeitlichem Druck gearbeitet. Die Anforderungen an das Team sind hoch. Viele Patienten, gerade die älteren, haben ein komplexes Beschwerdebild: Schlaganfall und Herzinfarkt können gleichzeitig auftreten und einen schweren Sturz auslösen, bei dem es dann noch zu einem komplizierten Knochenbruch kommt. Ein worst case Szenario. Das interdisziplinäre Team verschafft sich bei jedem Patienten, der neu eintrifft, einen Überblick darüber, was mit ihm los ist und wie schnell er behandelt werden muss. Patienten mit Polytraumen - lebensbedrohlichen Verletzungen in verschiedenen Körperregionen, aber auch Schlaganfall- und Herzinfarktopfer - werden vorrangig versorgt. So kommt es, dass manche, die unter weniger massiven Beschwerden leiden, in der ZNA unter Umständen länger warten müssen. Dr. Dominick wirbt um Verständnis dafür und weist darauf hin, dass auch eine ärztliche Bereitschaftspraxis im Krankenhaus Buchholz zur Verfügung steht (Öffnungszeiten: Mo, Di, Do: 19.00 - 21.00 Uhr Mi und Fr: 17.00 - 21.00 Uhr Sa, So: 9.00 - 13.00 Uhr u. 17.00 - 20.00 Uhr).

Patienten mit multiplen Unfallverletzungen werden aus dem Rettungswagen sofort in den Schockraum gebracht, das Herzstück der ZNA, das vor kurzem fertig gestellt wurde. Hier stehen zahlreiche apparative Möglichkeiten zur Untersuchung der Patienten bereit, die nach einem vorgegebenen Schema erfolgt: Kann der Patient atmen, hat er lebensgefährliche Blutungen, wie stabil ist der Kreislauf, ist er ansprechbar, sind die Pupillen geweitet, welche Verletzungen hat er? Bei dieser Erstuntersuchung stehen die Ärzte an fest zugewiesenen Plätzen, die auf dem Boden markiert sind. Ziel ist, in zehn Minuten ein möglichst komplettes Bild vom Zustand des Patienten zu bekommen, um ihn dann zur Intensivtherapie weiterleiten zu können.

Noch ist die neue ZNA, auf die überall im Krankenhaus Buchholz auf roten Leuchttafeln hingewiesen wird, nur eine Interimslösung. Der Plan ist, die Rettungswageneinfahrt zu verlegen und so einen direkten Zugang für Notfallpatienten zur ZNA zu schaffen. Dieser Plan soll in den nächsten Jahren realisiert werden, um das Krankenhaus Buchholz zukunftsfähig aufzustellen.

 

 

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