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Neue Schilddrüsen-Expertin mit großer Erfahrung

Die Abteilung für Allgemein-und Viszeralchirurgie im Krankenhaus Buchholz unter der Leitung von Chefarzt Dr. Michael Scheruhn hat ihr Team verstärkt: Die Oberärztin Astrid Schmidtke, Spezialistin auf dem Gebiet der Chirurgie von Schilddrüsen und Nebenschilddrüsen, erweitert das Kompetenzspektrum des Buchholzer Zentrums für Schilddrüsenoperationen.  

Winzig wie Reiskörner, und doch überlebenswichtig: Die vier Nebenschilddrüsen, hinter der Schilddrüse im Hals gelegen, produzieren das Parathormon, das den Kalziumstoffwechsel des Menschen regelt. Ein gutartiger Tumor an einer der vier Nebenschilddrüsen (Adenom) kann das fein abgestimmte Hormongleichgewicht im Körper aus der Balance bringen. Ebenso kann eine Nierenstörung die Arbeit der Nebenschilddrüsen beeinflussen. Aus den Reiskörnern werden Knoten von der Größe dicker Bohnen. Und plötzlich zirkuliert zuviel Parathormon im Körper.

Besonders häufig kommen Störungen der Nebenschilddrüsen bei Dialysepatienten vor. Bevor die Patienten eine neue Niere erhalten, werden zunächst die Nebenschilddrüsen behandelt, um dem Transplantat eine optimale Funktion zu ermöglichen. Diese Eingriffe setzen sehr viel Erfahrung voraus, die Schmidtke als Oberärztin in einem Schilddrüsenzentrum in Osnabrück gesammelt hat.

Wesentlich für den Operationserfolg ist es, die Nebenschilddrüsen genau zu orten. Bei jedem Menschen liegen sie anders. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, herauszufinden, welche der vier Drüsen gestört ist. Vor dem Eingriff werden die Patienten deshalb per Ultraschall, Computertomographie oder auch mit einer Szintigragraphie, einer Funktionsanalyse in der Buchholzer Abteilung für Nuklearmedizin, genauestens untersucht.

Die Operation der Nebenschilddrüsen ist anspruchsvolle Präzisionsarbeit. Denn in unmittelbarer Nähe zum Operationsgebiet verlaufen die Stimmbandnerven. Spezielle feinste, im OP-Feld angelegte Elektroden erlauben eine kontinuierliche Funktionskontrolle und helfen so auf innovative Weise, die Nerven vor Schädigungen zu schützen.

Eine weitere ausgefeilte Technik macht es möglich, schon während des Eingriffs zu prüfen, ob der Arzt das gestörte Organ wirklich „erwischt“ hat. Dem Patienten wird Blut entnommen und der Spiegel des Parathormons gemessen, der nach Entfernung der erkrankten Drüse sofort absinkt.

Bei bestimmten Eingriffen werden sogar zur Sicherheit alle Nebenschilddrüsen am Hals entnommen - und ein Teil davon am Unterarm wieder eingepflanzt. Dort sind sie für einen eventuellen Zweiteingriff leichter zugänglich, arbeiten jedoch weiter. Das ist nötig, weil Parathormon dem Körper nicht künstlich zugeführt werden kann, sondern selbst produziert werden muss.

Was die meisten Patienten nicht wissen: Störungen der Nebenschilddrüsen haben viele Erscheinungsformen. Sie können zum Beispiel Osteoporose auslösen ebenso wie Harn- und Nierensteinleiden, Magen- und Darmprobleme und sogar Depressionen, erläutert Schmidtke. Auf die Spur kommen lässt sich der Ursache dieser Gesundheitsstörungen relativ einfach: mit der Messung des Calcium-Spiegels im Blut. Ist dieser erhöht, sollten die Patienten ihre Nebenschilddrüsen überprüfen lassen, rät die Expertin.  

Chefarzt Dr. Scheruhn ist hochzufrieden, dass sein Team für die Diagnostik und Behandlung der Schilddrüsen und Nebenschilddrüsen jetzt so gut aufgestellt ist. Denn die Nachfrage steigt. Besonderes Merkmal des Buchholzer Schilddrüsenzentrums ist, dass Patienten hier alles Notwendige im Zusammenhang mit einer Operation vor Ort finden: alle Möglichkeiten der präoperativen Diagnostik, große Expertise während der Operation und dazu höchste Sicherheitsstandards.  

 

 

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