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Nach Arzt-Odyssee endlich schmerzfrei

Endlich ohne Schmerzen: Yvonne Schröder (li.) mit Assistenzärztin Lisanne Maibücher

Schmerzen, die kaum auszuhalten waren. Zuerst nur während der Periode. Schließlich permanent. Jahrelang plagte sich Yvonne Schröder (49) aus Buchholz damit herum. Keiner der vielen Ärzte, die sie aufsuchte, konnte ihr helfen. Doch seit einer minimalinvasiven Operation im Krankenhaus Buchholz geht es Yvonne Schröder wieder richtig gut. Endlich. Weil sie möchte, dass auch anderen Frauen geholfen wird, erzählt sie ihre Geschichte.

Angefangen habe es schon in ihrer frühen Jugend, erinnert sich Yvonne Schröder. Die Monatsblutung war ausgesprochen unangenehm. Auch die Tage vor den Tagen wurden zur Qual. Schließlich hatte sie sogar außerhalb der Regel Bauch- und Rückenschmerzen. Die schlanke Frau fühlte sich aufgebläht, konnte nicht mehr schlafen. Sie nahm Schmerztabletten und die Pille, die keine wesentliche Besserung brachte. Sie ließ sich vom Hausarzt, von Frauenärzten, Orthopäden, Urologen untersuchen, ging zur Hormonsprechstunde und zu Heilpraktikern. Und ließ schließlich sogar eine Röntgenschichtaufnahme (Computertomographie) des Unterleibs machen, ohne damit einer Diagnose auch nur einen Schritt näher zu kommen. Mehr und mehr sah sich Yvonne Schröder mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen, hörte den unausgesprochenen Vorwurf: „Stell Dich nicht so an.“ Bis eine neue Frauenärztin, die sie zurate zog, einen Verdacht schöpfte: Endometriose, so die Vermutung.

Nach dem Myom ist Endometriose die zweithäufigste gutartige chronische Erkrankung bei Frauen. Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut gleicht, siedelt sich außerhalb der Gebärmutter im Körper an. Und reagiert wie diese mit Blutungen auf den Hormonzyklus. „Kommt das Blut mit dem Bauchfell in Berührung, hat das sehr starke Schmerzen zur Folge“, erklärt Lisanne Maibücher, Assistenzärztin der Gynäkologie im Krankenhaus Buchholz. Häufig sind die Eierstöcke betroffen, aber auch Harnblasen- und Darmwand. Entsprechend vielgestaltig die Symptome. Außerdem gilt: Nicht jede Frau mit Periodenschmerzen hat Endometriose. Und nicht jede Frau mit Endometriose hat Beschwerden. Oft fällt die Erkrankung erst auf, wenn die Frau nicht schwanger werden kann.

Das Problem: Weder bei der gynäkologischen Untersuchung noch per Ultraschall und auch nicht durch Röntgenverfahren kann die Endometriose erkannt werden. Die Stärke der Beschwerden ist nicht von der Größe der befallenen Stellen abhängig. Oft verursachen schon kleinste Veränderungen große Probleme. Erfahrung hilft bei der schwierigen Diagnostik. „Wir kennen die Symptome und wissen sie zu deuten“, erklärt Julia Weidner, Chefärztin der Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Buchholz.

Bei Yvonne Schröder sprachen alle Anzeichen dafür, dass sie an der Krankheit litt. „Doch um endgültige Sicherheit zu haben, muss man in den Bauch gucken“, so Lisanne Maibücher. Unter Aufsicht von Julia Weidner entfernte sie alle durch Endometriose veränderten Stellen im Bauchraum der Patientin. Nur noch drei winzige, 5-Cent-große Narben erinnern Yvonne Schröder an ihre lange Leidenszeit. „In mir ist immer noch eine stille Wut, dass ich so lange warten musste, bis meine Krankheit erkannt wurde“, bekennt sie. Doch überwiegt die Dankbarkeit über die gute Behandlung im Krankenhaus Buchholz und darüber, dass sie jetzt unbeschwert ihr Leben genießen kann. Ihr Rat an alle Frauen, die ebenfalls an atypisch starken Menstruationsbeschwerden leiden: „Hartnäckig bleiben, nachfragen und vielleicht auch mal den Arzt wechseln, denn diese Schmerzen müssen nicht sein.“ 

 

 

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