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Hier sind Parkinson-Patienten in guten Händen

Arbeiten im Team für das Wohlergehen von Parkinson-Patienten: Dr. Barbara Paulus und Dr. Markus Wittich

Optimal vernetzt ist jetzt die ambulante und stationäre Parkinson-Behandlung im Krankenhaus Buchholz. Die Neurologin Dr. Barbara Paulus bietet im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Krankenhauses Erstgespräche, Untersuchungstermine und kontinuierliche fachärztliche Betreuung an.

Mehr als 280 000 Deutsche leiden an Parkinson. Die meisten von ihnen sind über 60 Jahre alt. Die Nervenkrankheit bleibt oft lange unbemerkt. Dabei gehen Gehirnzellen zugrunde, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Dieser Botenstoff spielt eine zentrale Rolle für die Bewegungskontrolle. Die Frühwarnzeichen sind nicht leicht zu deuten: Schulter- und Nackenschmerzen gehören dazu. „Manche gehen manche zuerst zum Orthopäden, weil sie eine Gelenkerkrankung vermuten“, berichtet Dr. Paulus. Andere werden vom Hausarzt in das MVZ überwiesen „und manchmal ist es auch die Familie, die an ihrem Angehörigen eine Veränderung bemerkt hat und ihn zum Arztbesuch ermuntert“, so Dr. Paulus weiter.

Die Ärztin, die mit einer halben Stelle im MVZ und in der anderen Hälfte ihrer Arbeitszeit in der neurologischen Abteilung des Krankenhauses Buchholz als Oberärztin arbeitet, führt die Anamnese mit großer Sorgfalt durch. Dabei befragt sie den Patienten nach Symptomen und Vorerkrankungen. Die körperliche Untersuchung mit Bewegungstests wird ergänzt durch Blutanalysen, Ultraschallkontrollen und, wenn nötig, durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes. Ebenso gehört ein Riechtest zur Diagnostik, denn die Geruchswahrnehmung geht Erkrankten früh verloren. In Zweifelsfällen veranlasst Dr. Paulus Spezialuntersuchungen oder weist die Patienten zur stationären Diagnostik in das Krankenhaus Buchholz ein.  

Um die Symptome zu lindern, genügt es in der Anfangsphase der Erkrankung meist, das fehlende Dopamin durch Medikamente zu ersetzen. Später kommt es oft zu Wirkungsschwankungen der Medikamente. Die Beweglichkeit geht verloren, Muskeln werden steif, Gliedmaßen zittern, die Stimme wird heiser, das Schlucken fällt schwer und die Stimmung trübt sich ein. Um das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern, die Medikation optimal einzustellen und die Patienten körperlich zu aktivieren, bietet das Krankenhaus Buchholz eine Spezialtherapie an: Während der zwei- bis dreiwöchigen Parkinson-Komplexbehandlung, die der neurologische Oberarzt Dr. Markus Wittich leitet, betreut ein multidisziplinäres Team aus Neurologen, Physio- und Ergotherapeuten die Patienten: Sie verbessern ihre Beweglichkeit und trainieren tägliche Abläufe wie Waschen und Anziehen, was ihnen hilft, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Logopäden helfen den Kranken, bei Stimme zu bleiben, die Schlucktherapie verbessert das Empfinden dafür, ob Nahrung wirklich vollständig heruntergeschluckt wird, und hilft so Irritationen der Luftröhre und Lungenentzündungen zu vermeiden. „Auch Parkinson-Patienten, die körperlich noch sehr leistungsfähig sind und ihr Leben gut im Griff haben, profitieren von der Komplex-Therapie und gehen motiviert in ihren Alltag zurück“, hat Dr. Wittich beobachtet. Jedem Parkinson-Patienten steht prinzipiell einmal im Jahr eine solche Therapie zu, deren Kosten von der Krankenkasse übernommen werden.  

Dr. Paulus bleibt während der Komplexbehandlung mit ihren Patienten im Kontakt, da sie sämtliche Untersuchungsergebnisse auf kurzem Wege erhält, täglich mit dem stationären Team spricht und detailliert verfolgen kann, wie sich das Befinden der Kranken verbessert.  Ein Behandlungsmodell, das außergewöhnlich effektiv ist und von dem Parkinsonpatienten in jeder Hinsicht profitieren.

 

 

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