Stimmulations-EMG

Für die Myasthenie – Diagnostik ist das Stimulations-EMG wichtig. Dabei wird die Amplitude einer Muskelkontraktion nach 10 schnell aufeinanderfolgenden Einzelreizen geprüft. Oft kann man hiermit bereits schnell einen ganz wesentlichen Schritt zur Diagnose machen. Die Evozierten Potentiale (EVOP) für sensible Reize (SEP), visuelle Reize (VEP) und akustische Reize (AEP) lassen sich in einem technisch aufwändigen Mittlungsverfahren des Gehirns ermitteln, die von ihnen hervorgerufen wurden. Viele Einzelreize müssen dazu vom Computer aufsummiert werden. So erhält man ein Maß für die Fähigkeit, wie solche Außenreize in unserem Gehirn präsentiert werden.

In der anderen Richtung untersuchen die Magnetisch Evozierten Potentiale: Mit einem ultrakurzen Magnetimpuls über den Stellen des Gehirns, die unsere Bewegungen einleiten, wird eine kurze Zuckung im Arm oder Bein schmerzfrei ausgelöst und wir erhalten ein Maß für die motorische Bahn in Gehirn und Rückenmark. Wir führen mehr als 1000 evozierte Potentiale im Jahr durch. Darüber hinaus brauchen wir das elektrophysiologische Labor für die Bestimmung der Herzratenvarianz bei vegetativen Erkrankungen, Riechtestung bei neurodegenerativen Erkrankungen, Blinkreflexbestimmung u.v.a.m.

Die evozierten Potentiale sind nicht nur in der Diagnostik der multiplen Sklerose hilfreich, sondern helfen auch bei anderen Nervenerkrankungen klinisch noch nicht virulente Störungen sensibler oder sensorischer Bahnen und einzelner Reflexbögen aufzuspüren.

800 – 1000 Ableitungen brauchen wir pro Jahr. Bei der Ableitung helfen uns die Schwestern/MTA des Labors. Sie fertigen auch die über 3000 EEG und Schlaf - EEG - Ableitungen an, die wir jedes Jahr auswerten und die insbesondere für Patienten mit einer Epilepsie unerlässlich sind.

 

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