Krankenhaus Buchholz

Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie unter einem irreparablen Knorpelschaden des Kniegelenks leiden, hilft manchmal nur noch der Einsatz eines künstlichen Gelenkes.

Während früher immer das gesamte Gelenk ersetzt wurde, kommen heute sehr individuelle Lösungen bis hin zu sog. Miniprothesen in Frage.

Angefangen bei dem sog. "Arthroresurfacing", also der Wiederherstellung der Gelenkoberfläche bei umschriebenen Knorpeldefekten, über die Schlittenprothese und den Teilersatz des Kniescheibengleitlagers bis hin zum Oberflächenersatz für das ganze Kniegelenk und der gekoppelten Knieprothese  bieten wir für jeden Patienten eine maßgeschneiderte, den individuellen Bedürfnissen angepasste Versorgung.

Welche Art für Sie die Richtige ist, erläutern wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Um zu entscheiden, ob bei nachgewiesenem Verschleiß eines Gelenks der Einsatz eines künstlichen Gelenks für Sie infrage kommt, können Sie unseren Fragekatalog Entscheidungshilfe Knie TEP drucken und ausfüllen und zu Ihrem Vorstellungstermin mitbringen. Ihre Einschätzungen sind eine wichtige Planungshilfe in unserem Gespräch.

Anmeldung

Ihre Erstvorstellung in unserer Klinik wird oft über Ihren behandelnden Orthopäden, Chirurgen oder über die Hausärztin/den Hausarzt organisiert werden.

Sie können auch selber einen Termin in unserer Gelenksprechstunde vereinbaren:

Tel: 04181-13 1252 /-13 1253.

Bringen Sie bitte zu diesem Termin ihre Krankenkassen-Chipkarte, eine stationäre Einweisung und alle für die OP wichtigen Unterlagen oder Röntgenbilder, MRT/CT-Bilder mit.

Verschiedene Behandlungsformen des Knies

  • Arthrosesurfacing mittels Hemi CAP®
  • Schlittenprothese "Oxford®" Fa. Biomet
  • Teilersatz des Kniescheibengleitlagers (Wave®)
  • Vollständiger Oberflächenersatz (Triathlon®)
  • Gekoppelte Knieprothese

 

Arthrosesurfacing mittels Hemi CAP®

Bei sehr umschriebenen aber tiefen Knorpelschäden kann die Oberfläche mit einem Implantat wiederhergestellt werden, dass wie ein Knopf in den Defekt eingepasst wird und so den Schaden abdichtet.

 

Schlittenprothese "Oxford®"

Diese Variante setzen wir bei Patienten ein, bei denen lediglich der innere oder äußere Kniegelenkspalt verschlissen ist. Voraussetzung ist also ein gut erhaltener Knorpel auf der jeweils anderen Knieseite. Darüber hinaus ist eine gute Bandstabilität unbedingte Voraussetzung.

Nach der Operation dürfen unsere Patienten noch am OP-Tag das operierte Bein voll belasten.

 

Teilersatz des Kniescheibengleitlagers (Wave®)

Hierbei handelt es sich lediglich eine sog. Retropatellararthrose, also eine isolierte Kniescheibenarthrose vorhanden, können wir eine Überkronung des Gleitlagers vornehmen. Hierbei bleiben der innere und äußere Gelenkspalt von der Prothese unberührt.

Auch bei dieser Versorgung dürfen unsere Patienten noch am OP-Tag das operierte Bein voll belasten.

 

Vollständiger Oberflächenersatz (Triathlon®)

Dieses ist die am häufigsten benutzte Knieprothesenvariante. Bei ihr werden alle Gelenkanteile überkront. Die wichtigsten Bänder des Kniegelenkes werden erhalten und gewährleisten so das korrekte Gelenkspiel. Diese moderne Prothese erlaubt besonders viel Beugung bei größtmöglichem Knochenerhalt. Der Knochenverlust ist durch die Überkronung der Gelenkflächen minimiert.

Unsere Patienten dürfen bereits am OP-Tag das operierte Bein wieder voll belasten.

 

Gekoppelte Knieprothese

Diese vor mehr als zehn Jahren noch am häufigsten implantierte Variante wird heute wegen des höheren Knochenverlustes beim Einbau nur noch in Revisionseingriffen oder bei erheblichen Knochendefekten oder Bandschäden verwendet.

Chefarzt

Prof. Dr. C.H. Flamme

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezielle orthopädische Chirurgie, Orthopädische Rheumatologie, Chirotherapie, Sportmedizin