Krankenhaus Buchholz

Krampfadererkrankung (Varikose)

Bei der Krampfadererkrankung (Varikose) handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Venenwand im oberflächlichen Venensystem der Beine, bei der sich im Laufe des Lebens in unterschiedlicher Ausprägung und Schweregrad Krampfadern entwickeln.

Es werden im Wesentlichen folgende Krampfadertypen unterschieden:

  • Stammvarizen
  • Seitenastvarizen
  • Perforansvarizen
  • Retikuläre Varizen
  • Besenreiservarizen

Unbehandelt führt die medizinisch bedeutsame Varikose, insbesondere mit Stammvenen- und Perforansinsuffizienz häufg zu Komplikationen (chronisches Ödem, Ulcus cruris, Varikophlebitis).

Die Standardmethode in der Diagnostik der Varikose ist heutzutage die Ultraschalluntersuchung (Duplexsonographie). Sie ist beliebig wiederholbar, nicht invasiv und erlaubt eine Aussage zum gesamten Gefäßsystem.
Nur in Ausnahmefällen ist noch die radiologische Darstellung des Venensystems mit einem Kontrastmittel (Phlebographie) erforderlich.

Bei der Therapie ist zu unterscheiden zwischen Verfahren, mit denen Varizen ausgeschaltet werden und solchen, bei denen dies nicht geschieht.
Die therapeutischen Möglichkeiten umfassen

  • Konservative Maßnahmen
  • Sklerotherapie
  • Endovenöse thermische Verfahren
  • Operative Verfahren
  • Transkutane Lasertherapie

Im Krankenhaus Buchholz werden die Ultraschalldiagnostik und nachfolgende Empfehlung zur konservativen Therapie sowie die klassische operative Therapie der Varikose angeboten.


Konservative Therapie

Grundsätzlich ist in jedem Stadium der Erkrankung eine konservative Therapie ohne Ausschaltung der Varizen möglich.

Keine der folgenden konservativen Maßnahmen kann Varizen beseitigen oder deren Entstehung verhindern. Sie dienen vielmehr der Behandlung von Beschwerden  und sollen Veränderungen, die in Folge der Varikose auftreten können, vermeiden.

Die konservative Therapie umfasst:

  • Kompressionsverbände
  • Kompressionsstrümpfe
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Gefäßsport

Vor einer Kompressionstherapie muss eine relevante Durchblutungsstörung der Beine ausgeschlossen werden.


Operative Therapie

Die operative Behandlung der Varikose gehört schon sehr lange zum Therapiekonzept der Krampfaderbehandlung.  Die operative Therapie soll sich auf die erkrankten Venenanteile beschränken (stadiengerechtes Operieren).
In der Regel handelt es sich um einen ambulanten Eingriff. In besonderen Fällen kann auch ein kurzstationärer Aufenthalt mit einer Übernachtung erforderlich sein. Das Vorgehen wird im Rahmen der gefäßchirurgischen Sprechstunde festgelegt.

Zu den Routinemaßnahmen im Rahmen der Nachbehandlung gehören:

  • Frühmobilisation
  • Kompressionstherapie

Nach der Varizenoperation empfehlen wir das Tragen der Kompressionsstrümpfe für 4 – 5 Wochen, bei komplexem Befund oder bereits eingetretenen Komplikationen der Varikose ggf. auch länger.

 

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Patienteninformation - Vorbereitung der Operation bei Krampfadern (Varizen)

 

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Chefärztin

Dr. Annette Karrasch

Chefärztin der Abteilung für Gefäß- und Endovaskulärchirurgie

annette.karrasch
@krankenhaus-buchholz.de