Krankenhaus Buchholz

Chronische Wunden

Chronische Wunden stellen neben den enormen volkswirtschaftlichen Kosten die durch stationäre und ambulante Behandlungen, krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit und vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben bedingt sind v. a. eine therapeutische Herausforderung dar. In Deutschland werden schätzungsweise jährlich 4 Mio. Patienten mit chronischen Wunden behandelt, die Aufwendungen hierfür betragen mehr als 4 Mrd. EUR . Über zwei Drittel dieser über einen Zeitraum von mehreren Wochen bestehenden Läsionen mit ausbleibender Abheilungstendenz sind gefäßbedingt. Dementsprechend kommt dem Gefäßchirurgen nicht nur bezüglich der erforderlichen Diagnostik und kausalen Therapie, sondern insbesondere auch in der Einleitung und konsequenten Umsetzung einer stadiengerechten lokalen Wundtherapie eine herausragende Bedeutung zu.
Trotz der Überlegenheit der feuchten gegenüber der trockenen Wundbehandlung hat sich dieses Therapieprinzip in Deutschland noch nicht flächendeckend etabliert. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Nicht nur Defizite in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung, unzureichende Vergütung sowohl im ambulanten als auch stationären Sektor und Angst vor Regressforderungen, sondern auch hartnäckige Fortbildungsresistenz, Unwissenheit und letztlich Resignation vor der Erkrankung sind die Gründe hierfür und unter anderem für die unbefriedigende Situation der Wundbehandlung in Deutschland verantwortlich.

Im Krankenhaus Buchholz besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Gefäßchirurgie und den bereits flächendeckend implementierten Wundtherapeuten. Ein spezialisiertes Wundteam sorgt dafür, dass auch Patienten auf unseren nicht-chirurgischen Stationen eine adäquate Wundtherapie erhalten. Ziel ist, neben einer professionellen Wundbehandlung , die erforderliche Diagnostik und kausale Therapie in die Wege zu leiten.

Das Ulcus cruris venosum ist in mehr als 50% der Fälle Ursache einer chronischen Wunde. Mehr als die Hälfte der jährlichen stationären Behandlungstage wegen chronischen Wunden gehen zulasten dieses Krankheitsbildes. Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom oder Wunden aufgrund einer Durchblutungsstörung profitieren von einer frühzeitigen Gefäßdiagnostik und  sich anschließenden Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung. Damit können in vielen Fällen Amputationen vermieden werden.

Auch Patienten aus dem ambulanten Sektor können sich über die gefäßchirurgische Sprechstunde einer fachärztlichen Beratung und differenzierten Diagnostik unterziehen.

 

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Chefärztin

Dr. Annette Karrasch

Chefärztin der Abteilung für Gefäß- und Endovaskulärchirurgie

annette.karrasch
@krankenhaus-buchholz.de