Hüfte

 

 

 

 

 

letzte Aktualisierung: 02.09.2010/hi


Liebe Patientin, lieber Patient,


in unserer Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie bieten wir Ihnen die gesamte Bandbreite der modernen Hüftprothetik.

Dabei legen wir besonderen Wert auf eine weichteilschonende, minimalinvasive OP-Technik bei der wir keine Muskeln mehr durchtrennen müssen. Durch den "direkten vorderen Zugang" zum Hüftgelenk können wir die Hüftprothese so schonend wie möglich implantieren.
Wir implantieren mittlerweile alle primären Hüftprothesen mit dieser Technik und haben diese bei über 800 Operationen angewandt. 

Von der über viele Jahre bewährten zementierten Hüftprothese über die zementfreie Prothetik bis hin zur Wechseloperation bei gelockerten oder verschlissenen Kunstgelenken bieten wir für jeden Patienten eine maßgeschneiderte, den individuellen Bedürfnissen angepasste Versorgung.


Die Abteilung ist "Referenz-Zentrum" für Minimalinvasive Hüftprothetik" und bietet deutschlandweit Ärztinnen und Ärzten Hospitationen an, um einen Einblick in diese moderne Technik zu erhalten.

Welche Prothesenart für Sie die Richtige ist, erläutern wir gerne in einem persönlichen Gespräch. Hier aber schon einige Informationen zu den verschiedenen Varianten:


Zementierte Hüftprothese:

Diese Variante setzen wir bei Patienten ein, die, z.B. bedingt durch eine Osteoporose, eine schwächere Knochenstruktur haben. Mit einem speziellen Knochenzement kann auch in diesen Fällen eine sichere und langlebige Fixierung des Prothesenschaftes und der künstlichen Gelenkpfanne erreicht werden. Diese Art der Versorgung ist darüber hinaus diejenige, mit der weltweit die größte Erfahrung besteht.

Nach der Operation dürfen unsere Patienten noch am OP-Tag das operierte Bein voll belasten.


Zementfreie Hüftprothese:

Bei guter Knochenqualität kann eine zementfreie Verankerung von Hüftschaft und -pfanne vorgenommen werden. Dabei wird zunächst über eine Verklemmung der Prothesenanteile im Knochen eine Primärstabilität erreicht. Das von uns eingesetzte Modell aus Titan ist darüber hinaus noch mit einem Knochenwachstumsstoff (Hydroxylapatit-Keramik) beschichtet. Dieser fördert das Einwachsen der Prothese in den Knochen.

Auch bei dieser Versorgung dürfen unsere Patienten noch am OP-Tag das operierte Bein voll belasten.



 


 

 

  beidseitig implantierte zementfreie Hüftprothese

 zementfreier Prothesenschaft
 mit das Knochenwachstum
 fördernder Beschichtung (grau) 























 

Patienten und Interessierten können wir HIER eine Informations-Broschüre über künstliche Hüftgelenke zum download anbieten.



Wie ist der Ablauf?


Ihre Erstvorstellung in unserer Klinik wird oft über Ihren behandelnden Orthopäden, Chirurgen oder über die Hausärztin/den Hausarzt organisiert werden.


Sie erhalten dann einen Termin in unserer Gelenksprechstunde (Tel: 04181-131252 /-131253).


Bringen Sie bitte zu diesem Termin ihre Krankenkassen-Chipkarte, eine stationäre Einweisung und alle für die OP wichtigen Unterlagen oder Röntgenbilder, MRT-Bilder mit.

Nach Untersuchung und Beratung werden dann ein vorstationärer Termin und ein Op-Termin vereinbart.
Der vorstationäre Termin ist ein ambulanter Termin kurz vor der OP und dient den erforderlichen Voruntersuchungen (Labor, Narkosegespräch, ggf. EKG und Röntgen, nochmalige Besprechung der OP).
Planen Sie für diese Untersuchungen bitte etwa 4 bis 5 Stunden ein.


Am OP-Tag kommen Sie dann nüchtern um 7.00 Uhr Morgens auf die Station. Dort werden letzte Vorbereitungen erfolgen.
Nach der OP und der Aufwachphase im Aufwachraum werden Sie in der Regel wieder auf die Station zurück gebracht. Bei Erfordernis verbringen Sie ggf. die erste Nacht zur Überwachung auf der Intensivstation.


Der stationäre Aufenthalt dauert durchschnittlich etwa 10 Tage. Diese Dauer kann individuell aber stark variieren. 
Schon am ersten Tag nach der OP werden Sie in aller Regel das operierte Bein voll belasten können und erlernen mit unseren Physiotherapeuten zusammen das Gehen an Gehstützen. Bereits wenige Tage nach der OP nehmen Sie dann bereits an der Wassergymnastik in unserem Therapiebecken im Hause teil.
Wir haben für Sie sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapie vorgesehen.

Es schließt sich auf Wunsch eine von uns organisierte Reha-Behandlung (ambulant oder stationär) an. In Abhängigkeit von der Zustimmung ihrer Krankenkasse ist der Ort der Reha-Behandlung frei wählbar.


Nach der etwa 3 Wochen dauernden Reha werden Sie durch Ihren Orthopäden oder Chirurgen oder Ihre Hausärztin / Ihren Hausarzt vor Ort weiter betreut.

Letzte Aktualisierung: 21.01.2012/ hi


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