Operation bei Refluxkrankheit/Fundoplikatio

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (Sodbrennen) ist die häufigste gutartige Erkrankung des oberen Gastrointestinaltraktes in unsrer Zeit. Die Akuttherapie ist auch heute noch eine unumstritten Domäne spezieller Medikamente (Protonenpumpenblocker). Jedoch kommt es bei bis zu 90% der betroffenen Patienten nach einem Absetzen der Medikation zum Wiederauftreten der Symptome, so dass häufig eine Dauertherapie erforderlich wird.

Die laparoskopische Fundoplikatio stellt hier eine kosteneffektive und patientenfreundliche Alternative  zur medikamentösen Langzeittherapie, unter Umständen über Jahrzehnte, dar. Eine Entscheidung zur operativen Behandlung sollte von vier wesentlichen Faktoren abhängig gemacht werden: dem Leidensdruck des Patienten, den Komplikationen der Erkrankung (anhaltende Entzündung der Speiseröhre, Engen der Speiseröhre, Blutungen, Geschwüre), dem zugrundeliegenden Funktionsdefekt und dem Allgemeinzustand des Patienten. Höchste Priorität hat für uns der Leidensdruck des Patienten, trotzdem sind vor einer Entscheidung zur Operation bestimmte Untersuchungen zwingend erforderlich, die aber alle ambulant durchgeführt werden können.