Schilddrüsenvergrößerung

Die Schilddrüse kann sich gleichmäßig (=diffus) oder aber knotig vergrößern, entweder in einem oder auch in beiden Lappen. In kalten Knoten wird kein Schilddrüsenhormon gebildet, in heißen oder warmen jedoch krankhaft vermehrt, so dass eine Überfunktion (=Hyperthyreose) entsteht. Ist ein heißer Knoten Ursache der Überfunktion, muss er meist entfernt werden.

Kalte Knoten können auf bösartiges Wachstum hindeuten und bedürfen daher der Klärung, häufig durch operative Entfernung.

Bei gutartigen Vergrößerungen belässt man einen geringen Rest an gesundem Gewebe, damit die Schilddrüse weiterhin eine geringe Hormoneigenproduktion erbringen kann (=Resektion).

Bei bösartigen Erkrankungen wird die Schilddrüse fast immer komplett entfernt (=Thyreoidektomie).

Mitunter ist auch die Entfernung der Lymphknoten am Hals erforderlich (=Lymphadenektomie).

Werden bösartige Schilddrüsengeschwülste erst bei der mikroskopischen Untersuchung des entfernten Gewebes durch den Pathologen entdeckt, ist es in aller Regel notwendig, möglichst innerhalb einiger Tage die Thyreoidektomie anzuschließen.