Magencarcinom

Der Magenkrebs nimmt in den letzten Jahren wieder an Häufigkeit leider zu.

Die Symptome sind meist sehr gering und uncharakteristisch. Oberbauchdruck, Völlegefühl nach dem Essen, Abneigung gegen Fleisch auch in Verbindung mit Gewichtsverlust können jedoch ein Hinweis sein.

Erst durch eine Magenspiegelung ( = Endoskopie ) mit feingeweblicher ( = patho-histologischer ) Untersuchung kann die Diagnose gestellt werden.

 

Zur weiteren Absicherung der Diagnose und Beschreibung der Ausdehnung des Befundes sind ergänzende Maßnahmen wie Endosonographie, Ultraschall und Computertomographie sinnvoll und erforderlich.

Die einzige Möglichkeit ein Magencarcinom erfolgreich zu behandeln besteht in der Operation. Eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung durch Chemotherapeutika gibt bis heute nicht.

Bei bestehender Operabilität, unter Berücksichtigung des Allgemeinzustandes des Patienten sowie der Tumorausdehnung, wird das erforderliche Operationsverfahren (Teil- oder Totalentfernung ) des Magens im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt:        

  • feingewebliche Differenzierung (intestinaler oder diffuser Typ),
  • Lage des Tumors im Magen.    

Lediglich das Magencarcinom vom intestinalen Typ im unteren Magendrittel kann eine Teilentfernung rechtfertig.
In allen anderen Fällen ist die Totalentferung des Magens ( = Gastrektomie ) notwendig.

Wie bei jeder Carcinomoperation ist die Mitentfernung des Lymphabflußgebietes ( = Lymphadenektomie ) obligat. Bei manchen Tumorlokalisationen müssen Milz und/oder Teile der Bauchspeicheldrüse und/oder auch Dickdarm aus Radikalitätsgründen ebenfalls reseziert werden.

Durch schonendes Operieren, Minderung des intraoperativen Blutverlustes als auch den Einsatz von Klammernahtgeräten können mögliche postoperative Komplikationen deutlich gesenkt werden.

Am Tag nach der Operation darf der Patient schon trinken, am 5. Tag wird die Verbindung ( = Anastomose )  zwischen Speiseröhre und Darm röntgenologisch auf Dichtigkeit ( = Ausschluss einer Insuffizienz ) überprüft. Danach folgt ein schneller Kostaufbau.

Wir empfehlen allen Patienten nach einer Magentotalentfernung 6 x am Tage nach der Uhr zu essen, da ihnen häufig das Hungergefühl fehlt.

Bei normaler Wundheilung ist die Entlassung am 10. bis 12. Tag nach der Operation zu erwarten.

Empfohlen wird von uns eine Anschlußheilbehandlung,  die wir gemeinsam mit dem Patienten und dem Krankenversicherungsträger besprechen und vereinbaren.




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